Belgische Pralinen

Author: kulinreise  //  Category: Rezepte


(Foto von: frank wouters from antwerpen, belgium)

Belgische Pralinen

Das ursprünglich sündhaft teure Luxusgut ist heutzutage aus keinem Haushalt wegzudenken. Seine unendlichen Geschmacksrichtungen und Formen begeistern Menschen aus aller Welt. Nach etlichen Hauptspeisen führt uns unsere Reise nun ins Land der Naschkatzen: Belgien.

Belgische Pralinen- Bezeichnung

Als Praline bezeichnet man ein Schokoaldenkonfekt, das mit Ganache, Nugat, Likör, Marzipan, Nüssen oder Obst gefüllt ist. Dabei muss die Kuvertüre mindestens einen Kakaoanteil von 25% aufweisen können und eine mundgerechte Größe haben. Die Herstellung von Pralinen gilt als sehr aufwändig; aus diesem Grund wird die Fertigung der Naschereien als die Krönung der Chocolateriekunst bezeichnet.
Die bekanntesten Pralinenhersteller kommen aus Belgien oder der Schweiz. Belgische Pralinen und belgische Schokolade im Allgemeinen verdanken ihren guten Ruf einer besonders strengen Qualitätskontrolle und dem Gütezeichen „ambao“.

Belgische Pralinen – Sorten

Belgische Pralinen gibt es in Hunderten von Sorten. Die Hauptfamilien sind Manons, Vollmilch-, Zartbitter- und weiße Pralinen, sowie Trüffel, Marzipan- und Likörpralinen.
Eine der international bekanntesten Pralinenarten ist die belgische Meeresfrucht. Den Namen verdient die kleine Nascherei ihrer ungewöhnlicher Form: Diese kann Seepferdchen, Venusmuscheln, Miesmuscheln, Seesterne oder Wasserschnecken darstellen. Zu Kaufen gibt es belgische Meeresfrüchte sowohl hausgemacht beim Konditor als auch fließbandproduziert beim Supermarkt. Inzwischen werden sie auch von deutschen Pralinenherstellern imitiert und verkauft.

Belgische Pralinen- Geschichte

Pralinen gibt es bereits seit 1912. Wer genau sie erfunden hat, ist jedoch bis heute umstritten. Während einige davon ausgehen, dass der Koch des Herzog de Choiseul du Plessis-Praslin, ein Vertreter Ludwig XIV, die kleinen braunen Köstlichkeiten durch Zufall entdeckt hat, nehmen andere an, dass der Ursprung beim Brüsseler Schokoladenfabrikanten Jean Neuhaus liegt. Belgische Pralinen wurden besonders von seinen Erfindungen geprägt.
Im Laufe der Jahre konnte das Verfahren der Pralinenherstellung durch Maschinen erleichtert werden. Dies und die günstigere Gewinnung der Zutaten führten zu einer enormen Preisreduzierung. Heute sind belgische Pralinen für die breite Masse erschwinglich.

Belgische Pralinen – Selbermachen

Belgische Pralinen sind relativ einfach zu machen. Der Kreativität, was den Inhalt angeht, sind keine Grenzen gesetzt.
Man schmelze 2/3 einer Schokolade in einem Wasserbad bis zu einer Temperatur von 40 Grad. Dann mit dem restlichen, kalten Drittel übergießen. Die Temperatur sollte sich auf ca. 30 Grad abkühlen. Nun entnimmt man etwa löffelgroße Portionen und legt sie auf ein Backblech oder eine ähnliche Unterlage. Die Füllung, beispielweise Erdnüsse, kann einfach in die Mitte gedrückt werden. Fertig!
Bei der Pralinenherstellung ist der korrekte Umgang mit Temperaturen enorm wichtig. Weitere Informationen zu dem Rezept findet ihr hier:

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

 

 

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